/:ani.ma:/

¡So klingt die Seele!

Cantilena verwandelte vergangenen 30.5.26 die Frauenkirche in Baden zu einem Ort, wo die Facetten der menschlichen Seele beleuchtet wurden.   Mit dem absolut hörenswerten Programm /a:.ni.ma/, brachte der Frauenkammerchor aus Gumpoldskirchen selten gehörte Literatur für Oberstimmenchor zur Aufführung. Der Dirigent und Chorleiter Matthias Schoberwalter führte mit viel Energie und Begeisterung gemeinsam mit dem 16-köpfigen Chor das Publikum durch eine Klangreise auf der Suche nach der Verbindung von Seele und Körper.

Das zentrale und namensgebende Stück des Programms, das Werk „Symphonialis est anima“ von Enjott Schneider basierend auf Worten von Hildegard von Bingen, wurde von Vinzent Dienz am Schlagwerk und Margarethe Vogler am Cello gekonnt begleitet. Durch das Wechselspiel aus meditativen Passagen ineinanderfließender Harmonien und rhythmischer Dynamik forderte das Stück das Ensemble stimmlich wie interpretatorisch und bot dem Publikum ein außergewöhnliches, spirituelles Hörerlebnis.  Das Frauenensemble zeigte seine Wandlungsfähigkeit mit dem mystisch anmutenden Miserere von Sweelinck aus dem 16. Jhdt. zum Einzug in den Kirchenraum oder der gefühlvollen Interpretation von C. Bresgens „Der Wind“. 

Mitreißend ging es weiter mit „Bring me little Water Sylvi“, wo der gesamte Chor selbst die rhythmische Begleitung mittels Bodypercussion übernahm.

Die Cellistin Margarethe Vogler bereicherte das Programm mit zwei virtuos gespielten Werken von Bach und begeisterte das Publikum mit einem modernen Stück von Witold Lutoslawski.

Am Ende eines wunderbaren Konzertabends stand die Aufführung des vertonten Gedichtes „Lineage“, welches die Familiengeschichte, speziell die Rolle der Großmütter thematisiert und wunderbar passend für Frauenchor und Percussion geschrieben wurde. Mit „Ergen dedo“, einem bulgarischen Volkslied in rasendem Tempo überzeugte Cantilena nochmals und hinterließ ein begeistertes Publikum.